Wurzelkanalbehandlung
Entzündetes oder abgestorbenes Nervengewebe wird entfernt und der Kanal dicht verschlossen, damit der Zahn erhalten bleibt.

- Durchschnittliche Dauer
- 60 Minuten
- Sitzungen
- 1-2 seans · üst yapı için ayrı randevu
- Praxis
- Allgemeine Zahnheilkunde
Warum eine Wurzelbehandlung?
Im Inneren jedes Zahns liegt ein Hohlraum mit Blutgefäßen und Nervengewebe (die Pulpa). Erreichen tiefe Karies, ein Bruch oder wiederholte Behandlungen dieses Gewebe, entzündet es sich und heilt nicht von selbst aus. Die Wurzelkanalbehandlung entfernt das entzündete Gewebe und verschließt den Kanal dicht, sodass der Zahn erhalten bleibt statt entfernt zu werden.
Den eigenen Zahn zu behalten ist besser als das beste Implantat: Ein natürlicher Zahn behält seine Verbindung zum Knochen und sein feines Sinnesnetz.
Anzeichen
Schmerz, der nach heiß oder kalt anhält, nachts zunehmendes Pochen, stechender Schmerz beim Zubeißen, eine Verfärbung des Zahns oder wiederkehrende Schwellung beziehungsweise eine Fistel am Zahnfleisch. Manchmal fehlen Beschwerden ganz und die Entzündung an der Wurzelspitze zeigt sich zufällig im Röntgenbild.
Der Ablauf
1. Betäubung und Isolierung
Der Zahn wird betäubt und anschließend mit Kofferdam vom Speichel getrennt. Dieser Schritt ist nicht optional: Die Keimfreiheit des Kanals bestimmt das Ergebnis unmittelbar.
2. Reinigung der Kanäle
Über die Zahnkrone wird der Zugang geschaffen und das entzündete Gewebe entfernt. Die Kanäle werden mit Feilensystemen aufbereitet und mit Desinfektionslösungen gespült. Die Arbeitslänge wird elektronisch und röntgenologisch bestätigt.
3. Füllung
Der Kanal wird vollständig mit einem biokompatiblen Material gefüllt, meist Guttapercha. Je nach Ausmaß der Entzündung endet die Behandlung in einer Sitzung, oder es wird zwischenzeitlich eine medikamentöse Einlage belassen.
4. Die Versorgung
Ein wurzelbehandelter Zahn wird spröder. Vor allem im Seitenzahnbereich sind Krone oder Onlay angezeigt; ein Zahn nur mit Füllung hat ein deutlich höheres Frakturrisiko. Dieser Schritt gehört zur Behandlung, er ist kein Zusatz.
Ist das schmerzhaft?
Der Eingriff selbst fühlt sich nach der Betäubung wie eine Füllung an. Der Schmerz davor stammt von der Entzündung, die die Behandlung nötig gemacht hat. Eine Aufbissempfindlichkeit über einige Tage danach ist üblich und klingt mit einfachen Schmerzmitteln ab.
Ergebnis und Kontrolle
Die Langzeiterfolgsquote sauber durchgeführter Wurzelbehandlungen ist hoch; die Ausheilung an der Wurzelspitze dauert jedoch Monate und braucht eine Röntgenkontrolle. Deshalb werden Kontrollen nach sechs und zwölf Monaten geplant.
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung. Ob die Behandlung für Sie geeignet ist, sowie Methode und Dauer, werden erst nach Untersuchung und Röntgenbefund festgelegt.
Nach der Behandlung
- Bis zum Abklingen der Betäubung (2-3 Stunden) nicht auf dieser Seite kauen und nicht auf die Lippe beißen.
- Bis zur endgültigen Versorgung nichts Hartes mit diesem Zahn beißen.
- Leichte Aufbissempfindlichkeit in den ersten Tagen ist normal; empfohlenes Schmerzmittel nehmen.
- Bei Schwellung, Fieber oder zunehmendem Schmerz die Praxis anrufen.
- Den Termin für Krone oder Füllung nicht verschieben — sonst steigt das Bruchrisiko.
- Die Kontrolltermine nach sechs und zwölf Monaten wahrnehmen.
Häufige Fragen zu dieser Behandlung
Das ist der hartnäckigste Irrtum der Zahnmedizin. Der Ruf stammt nicht von der Behandlung, sondern von der Entzündung, die sie nötig macht. Ist der Zahn betäubt, fühlt sich der Eingriff wie eine Füllung an. Eine Aufbissempfindlichkeit über einige Tage danach ist üblich und mit einfachen Schmerzmitteln beherrschbar.
Bei Seitenzähnen ja. Ein wurzelbehandelter Zahn verliert Feuchtigkeit und Versorgung und wird spröde; nur mit einer Füllung versorgt, steigt das Risiko einer Längsfraktur deutlich — und die endet meist mit dem Verlust des Zahns. Krone oder Onlay gehören untrennbar zur Behandlung.
Die Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine zahnärztliche Untersuchung. Die Behandlungsentscheidung erfolgt nach Untersuchung und Röntgenbefund.
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