Sieben Fragen, die uns zu Implantaten am häufigsten gestellt werden
Die Themen, die Patientinnen und Patienten vor der Entscheidung für ein Implantat am meisten beschäftigen — so beantwortet, wie wir es in der Sprechstunde tun.
Womit eine Zahnlücke geschlossen wird, gehört zu den meistdiskutierten Fragen der Zahnmedizin. Hier die sieben Fragen, die uns am häufigsten begegnen, mit unseren Antworten.
1. Ist ein Implantat für jeden möglich?
Die Eignung bemisst sich an Knochen und Allgemeingesundheit, nicht am Alter. Beurteilt werden Knochenhöhe und -breite, Zahnfleischzustand und systemische Situation. Ein schlecht eingestellter Diabetes, die Therapie schwerer Osteoporose, starkes Rauchen und unbehandelte Parodontitis wirken sich unmittelbar aus.
Zu wenig Knochen schließt die Behandlung nicht aus; Augmentation oder Sinuslift können das Lager aufbauen und verlängern den Zeitplan um vier bis sechs Monate.
2. Ist der Eingriff schmerzhaft?
Er erfolgt in örtlicher Betäubung; währenddessen ist kein Schmerz zu erwarten. Schwellung und leichte Beschwerden in den folgenden zwei bis drei Tagen sind üblich und mit Kühlung und den verordneten Medikamenten gut beherrschbar. Die meisten Patienten arbeiten am Folgetag wieder.
3. Wie lange dauert es?
Der Eingriff ist ein Tag. Die Einheilung dauert im Unterkiefer zwei bis drei, im Oberkiefer drei bis vier Monate; die Versorgung braucht zwei bis drei Termine. Die Gesamtdauer erhalten Sie beim Planungstermin schriftlich — keine Unklarheit zu lassen ist der erste Schritt der Behandlung.
4. Bin ich in dieser Zeit ohne Zähne?
Nein. Ist die Lücke sichtbar, wird sie provisorisch versorgt. In manchen Fällen ist am Operationstag ein festsitzendes Provisorium möglich; das hängt von Knochendichte und Primärstabilität ab und passt nicht für jeden.
5. Kann der Körper ein Implantat abstoßen?
Titan wird in der Medizin seit Jahrzehnten verwendet und ist biokompatibel; eine "Abstoßung" im klassischen Sinn ist nicht zu erwarten. Ein Implantat kann dennoch verloren gehen — am häufigsten durch eine Entzündung von Zahnfleisch und Knochen ringsum (Periimplantitis). Wie die Parodontitis am natürlichen Zahn hängt sie mit Plaque zusammen und ist vermeidbar.
6. Ist die Pflege aufwendig?
Anders, nicht aufwendiger. Ein Implantat kariert nicht; dafür zählt die Reinigung des umgebenden Gewebes mehr als am natürlichen Zahn. Interdentalbürsten und gegebenenfalls eine Munddusche gehören zur täglichen Routine. Mindestens einmal jährlich Kontrolle mit professioneller Reinigung.
7. Hält es ein Leben lang?
Für keine Behandlung kann das garantiert werden — Sätze, die es behaupten, sollten Sie kritisch lesen. Drei Faktoren entscheiden: tägliche Reinigung, regelmäßige Kontrollen und Rauchverzicht. Rauchen ist der einzige beeinflussbare Faktor, der das Verlustrisiko am deutlichsten erhöht.
Wie entscheiden? Für eine Zahnlücke gibt es keine einzig richtige Lösung. Implantat, Brücke und Prothese haben je ihren Preis und ihren Nutzen. Diese Optionen nach Untersuchung und Röntgenbefund nebeneinanderzulegen und gemeinsam durchzusprechen, ist der solideste Weg.