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Schädigt Bleaching den Schmelz? Fünf Irrtümer im Faktencheck

Die fünf Aussagen zum Bleaching, die wir am häufigsten hören — und was fachlich dahintersteckt.

Dt. Şahabettin Tuna1 Min. Lesezeit

Kaum eine zahnärztliche Maßnahme zieht so viele Halbwahrheiten an wie die Zahnaufhellung. Hier die fünf Sätze, die wir am häufigsten hören.

"Bleaching trägt den Schmelz ab"

Nein. Der Wirkstoff — Wasserstoff- oder Carbamidperoxid — schleift den Schmelz nicht ab, sondern spaltet farbige Moleküle in Schmelz und Dentin chemisch auf. Die Struktur bleibt, die Farbe ändert sich.

Abrieb verursacht dagegen der dauerhafte Gebrauch abrasiver "Whitening"-Zahnpasten, die nicht chemisch, sondern mechanisch durch Abschleifen der Oberfläche aufhellen.

"Es wirkt bei allen gleich"

Nein. Bei Verfärbungen durch Tee, Kaffee, Rauchen und altersbedingtes Nachdunkeln ist die Wirkung gut. Bei Tetrazyklinverfärbungen, Fluorose und einzelnen dunklen Zähnen nach Unfall ist sie begrenzt oder es braucht ein anderes Verfahren. Ausgangsfarbe, Dentinstärke und Schmelztransluzenz sind individuell verschieden.

"Meine Füllungen hellen mit auf"

Tun sie nicht. Komposit, Keramikkronen und Veneers reagieren nicht auf Bleaching-Gel. Bei Restaurationen im Frontzahnbereich entsteht danach ein Farbunterschied, und sie müssen unter Umständen erneuert werden. Das vorher zu besprechen ist besser, als es hinterher festzustellen.

"Das schaffe ich auch mit einem Drogerieprodukt"

Frei verkäufliche Produkte enthalten geringere Konzentrationen — und vor allem hat niemand den Zustand Ihres Mundes beurteilt. Gel, das über eine offene Kavität läuft, kann den Nerv erreichen; unbeaufsichtigte Anwendung kann das Zahnfleisch verätzen; Konfektionsschienen laufen auf die Schleimhaut über.

Bei vielen Patienten stammt die Verfärbung überwiegend von Zahnstein und Auflagerungen — nach einer professionellen Reinigung kann sich das Bleaching erübrigen.

"Einmal gemacht, hält es für immer"

Nein. Färbende Lebensmittel und die Zeit führen die Farbe allmählich zurück. Alle ein bis zwei Jahre kann eine Auffrischung nötig sein; mit aufbewahrten Schienen ist das eine kurze Anwendung.


Kurz gesagt: Bleaching ist bei zahnärztlich geeigneten Personen sicher und gut vorhersagbar. Die Entscheidung schaut zuerst auf die Gesundheit des Mundes und erst dann auf seine Farbe.

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